Energieeffizienz und Umweltbewusstsein waren in den 1960er und 1970er Jahren für den Schulbau in Deutschland noch nicht „en vogue“ und so sind viele Gebäude entstanden, die heute ein großes Potential in der Reduzierung des CO2-Haushalts und den damit verursachten betriebswirtschaftlichen Kosten bieten. Mit dem Schulwettbewerb „Energy Challenges“ möchte das Interreg Projekt 2IMPREZS gemeinsam mit den Schulen in Niedersachsen einen Beitrag dazu leisten, den hohen Energieverbrauch und die hierdurch entstehenden CO2-Emissionen zu reduzieren.

Mit dem Wettbewerb sollen die Schüler*innen dazu angeregt werden, eigene Maßnahmen zur CO2-Reduktion zu entwickeln – zum Beispiel durch das Ändern von Verhaltensmustern oder durch die Umsetzung von einfachen technischen Energiesparmaßnahmen an den Schulen. Äußern könnte sich dies etwa in der Einhaltung von Mülltrennung oder einem bewussteren Stromverbrauch, aber auch dem Vorstoß für Solarzellen auf dem Schuldach.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Schulwettbewerb umstrukturiert werden, um die Gesundheit und Sicherheit von Lehrkräften, Lernenden und Eltern zu gewährleisten. Der Wettbewerb baut auf Präsenzunterricht und die Aktivierung der Eigenmotivation der Kinder: Sie sollen sich frei in der Schule bewegen, „Energiefresser“ identifizieren und Lösungsvorschläge entwickeln. Allerdings ist die Umsetzung vor Ort aktuell nicht möglich. Darüber hinaus lassen einige der notwendigen Hygienemaßnahmen, wie das häufige Lüften, den Energieverbrauch durch die permanente Beheizung und somit den CO2-Ausstoß der Schulen, deutlich steigen. Auch das vermehrte Händewaschen und der damit steigende Wasserverbrauch stehen einer Reduzierung der Energiekosten entgegen.

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, haben die Projektpartner die Rahmenbedingungen verändert und eine digitale Variante der Energy Challenges entwickelt. Der Wettbewerb findet in Form einer kollaborativen digitalen Version statt, für deren Umsetzung in Deutschland die atene KOM verantwortlich ist. Der Fokus liegt auf virtuellen Interaktionen.
Für die Akzeptanz des Wettbewerbs unter Lehrkräften und Lernenden ist es wichtig, den Mehraufwand (zum Beispiel in der Unterrichtsvorbereitung) so gering wie möglich zu halten. Die teilnehmenden Schulen erhalten deshalb einen umfangreichen Katalog an Online-Tools, welche dazu beitragen, Lernprozesse zu den Themen Energie-Sparen, Energie-Effizienz, Klimawandel, technisches Grundverständnis sowie kreative Ideenfindung zu Energiesparmaßnahmen auch außerhalb des Präsenzunterrichts attraktiv zu gestalten. Dazu gehören Lernspiele, Videokonferenzen und Quizformate. Auch eine individuelle Beratung und Betreuung zu den digitalen Tools durch die atene KOM ist möglich.

Der Wettbewerb findet von Februar bis Juni 2021 statt. Bewerbungen von Schulen aus Niedersachen sind noch bis 5. Februar an Sebastian Martin (s.martin@atenekom.eu), Projektmanager bei atene KOM, möglich.

Hintergrund

Die transnationale Strategie des Projektes 2IMPREZS zielt darauf ab, in 141 Schulen der Nordseeregion eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent zu erreichen. Dies entspricht einer Emissionsreduzierung von ca. 7.320 Tonnen CO2. Die atene KOM GmbH übernimmt als Projektpartner das Kommunikationsmanagement und die Kommunikation mit den Schulen aus der deutschen Projektregion. Die teilnehmenden Schulen werden während des gesamten Projektes betreut und haben einen festen Ansprechpartner zur Umsetzung der Energy Challenges und der nachhaltigen Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauches. Außerdem koordiniert die atene KOM den transnationalen Wissensaustausch zwischen den Schulen und ist der Kommunikationsmanager des 2IMPREZS-Projekts.

Weitere Informationen zu 2IMPREZS finden Sie auch auf der Projekt-Website:
www.northsearegion.eu/2imprezs