Die Corona-Krise hat das Leben, den Alltag und die Arbeit erheblich verändert. Dass alle Menschen in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt leben, unterstrichen bereits erste Studienergebnisse des D21-Digital-Index. Gerade auch in der Bildung ändert sich durch die aktuelle Situation viel, denn die Schulen müssen nun digitalen Unterricht organisieren und sich sehr schnell an den beschleunigten digitalen Wandel anpassen.

In diesem Jahr umfasst die von der atene KOM als Premiumpartner unterstützte Gesellschaftsstudie deshalb auch den Schwerpunkt des digitalen Unterrichts während der Corona-Krise. Dabei wurden Erfahrungen, Einstellungen und Zukunftsperspektiven von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern untersucht.

Auch wenn sich eine große Mehrheit der Befragten (83 Prozent) einig ist, dass digitaler Unterricht den Präsenzunterricht in der Schule nicht ersetzen kann, glauben schon jetzt 70 Prozent, dass es nach der Corona-Pandemie mehr digitale Anwendungen im Bildungsbereich und einen Schub bei der digitalen Bildung geben wird. 78 Prozent wollen verpflichtende Fortbildungen für alle Lehrkräfte zu digitalen Lernformaten – die Lehrkräfte selbst stimmen da sogar noch einmal deutlich mehr zu. Die Befragten sind der Meinung, dass in Zukunft verstärkt digitale Medien und Materialien eingesetzt werden (72 Prozent), die Schulen besser mit digitaler Infrastruktur ausgestattet werden (70 Prozent) sowie neue Lehrkonzepte entwickelt werden sollten (61 Prozent). Weiterhin erwarten etwa zwei Drittel der Befragten einen offeneren und kompetenteren Umgang der Lehrkräfte und Schüler*innen mit digitalen Medien (60 Prozent).

Beim Thema Homeschooling sammelten die Teilnehmer der Gesellschaftsstudie unterschiedliche Erfahrungen, da der digitale Unterricht differenzierte Herausforderungen mit sich bringt. Bei rund einem Drittel (34 Prozent) der Befragten wurden bereits vor der Corona-Krise digitale Lehrmittel an der Schule eingesetzt. Während der Pandemie wird bei jedem Zweiten (50 Prozent) Unterrichtsmaterial zwar digital ausgetauscht, jedoch bleiben Lehrmittel und Bearbeitung analog. Für etwa 42 Prozent stelle die uneinheitliche Vorgehensweise, wie und wo Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt wird, eine Schwierigkeit dar.

Hintergrund:

Der D21-Digital-Index ist eine Studie, die den Digitalisierungsgrad der Gesellschaft abbildet. Dieser jährliche Lagebericht wird von der Initiative D21 bereits seit 2013 veröffentlicht und belegt den digitalen Wandel der deutschen Gesellschaft. Auf einer empirischen Grundlage wird der Digitalisierungsgrad der Bevölkerung untersucht. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für politische, wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Akteure.
In der Initiative D21 bietet die Arbeitsgruppe Bildung eine neutrale Austauschplattform, um insbesondere Themen zur digitalen Bildung in Deutschland zielorientiert voranzubringen. Ebenso wer-den durch das Netzwerk Debatten geführt, Erfahrungen ausgetauscht, mögliche Barrieren abgebaut und digitale Kompetenzen vermittelt.
Das Netzwerk für die digitale Gesellschaft – kurz Initiative D21 – bildet einen Zusammenschluss von rund 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie Beteiligte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Auch die atene KOM GmbH ist langjähriger Partner des gemeinnützigen Vereins D21 und unterstützt die aktuell erschienene Studie als Premiumpartner.

Die Pressemeldung und weitere Infos zur Studie erhalten Sie hier:
https://initiatived21.de/digitaler-unterricht-lehrkraefte-bleiben-zu-oft-auf-sich-gestellt/

Der vollständige D21-Digital-Index erscheint im Februar 2021.