Nur noch 1.350 Anschlüsse, dann ist der geförderte Gigabitausbau im Landkreis Görlitz geschafft: Im zehnten und letzten Ausbaucluster begannen heute die Bauarbeiten für die Versorgung der letzten unterversorgten Anschlüsse mit Gigabit-Bandbreiten. Mit dem Abschluss dieses Projekts wird der Landkreis Görlitz so über 20.000 neue Gigabitanschlüsse geschaffen haben – ermöglicht durch Fördermittel des Bundes in Höhe von rund 135 Millionen Euro, der Landesförderung des Freistaats Sachsens und des kommunalen Eigenanteils.

Zum feierlichen Spatenstich in Ostritz trafen sich neben MdL Dr. Stephan Meyer auch Landrat Bernd Lange und Yvonne Kieselbach vom sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie die Bürgermeisterin der Gemeinde Ostritz Marion Prange und Simon Melch vom atene KOM-Regionalbüro in Leipzig.

Allein dieses letztes Ausbauprojekt unterstützt der Bund mit rund 27 Millionen Euro aus der Gigabitförderung des BMDV. Dazu kommen rund 13,3 Millionen Euro Landesmittel und der kommunale Eigenanteil von rund 4,4 Millionen Euro. Insgesamt werden damit im Ausbaucluster 10 über 1.450 neue Gigabit-Anschlüsse geschaffen, darunter für mehr als 1.200 Haushalte, über 220 Unternehmen und 29 Schulen. Vom Ausbau profitieren die Kommunen Beiersdorf, Ebersbach-Neugersdorf, Großschönau, Großschweidnitz, Herrnhut, Jonsdorf, Kottmar, Lawalde, Markersdorf, Oderwitz, Ostritz und Rietschen.

Gigabitausbau als Grundlage für den Einsatz digitaler Technologien

Der Breitbandausbau ist für den Landkreis Görlitz eines der wichtigsten strategischen Vorhaben und die Grundlage für eine Zukunft als digitaler Landkreis. Er setzt auf Gigabit, um die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region zu stärken und sich als Wirtschaftsstandort zu profilieren. Dabei nutzt er auch das Innovationspotenzial, das sich durch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur entfaltet. So ist der Landkreis Teil des 5G-Innovationsprogramms des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und entwickelt Anwendungsszenarien für den 5G-Mobilfunkstandard in den Bereichen Drohnensteuerung und Waldbrandbekämpfung.

Eine wichtige Rolle spielen beim Projekt „Waldwächter“ im Wald installierte vernetzte Sensoren, mit denen Rauchgase und Temperaturauffälligkeiten detektiert und mit einer autonom fliegenden Drohne kontrolliert werden können. Ein flächendeckendes, gigabitfähiges Netz ist Grundlage für so einen Einsatz modernster, digitaler Technik.

Mit seinem besonders vorausschauenden und effizienten Breitbandausbau ist der Landkreis Görlitz damit ein Beispiel dafür, wie sich ganze Regionen für die Chancen der Zukunft positionieren können.