Foto: atene KOM / Florian Schuh

Der 21.07.2022 stand in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ganz im Zeichen des Gigabitausbaus. Der vom Breitbandbüro Hessen im Auftrag der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung konzipierte und organisierte Gigabitgipfel vereinte bekannte Namen der Branche auf Bundes- und Landesebene sowie aus der Privatwirtschaft und den Verbänden.

Der Auftakt und damit auch thematischer Wegweiser des Gipfels war die Eröffnungsrede der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, über die digitalen Netze der Zukunft.

Die ganztägige Veranstaltung teilte sich in Podiumsdiskussionen und Keynotes am Vormittag sowie Workshops zu Festnetz und Mobilfunk am Nachmittag.

Prof. Dr. Kristina Sinemus betonte dabei bereits zu Beginn: „Digitalisierung muss dem Menschen nutzen und nicht umgekehrt“. Sie unterstrich die Bedeutung eines kooperativen Ansatzes für die digitalen Netze der Zukunft, um die flächendeckende Glasfaser bis 2030 realisieren zu können. In Hessen schreite der Glasfaserausbau voran, insbesondere gerade dank des eigenwirtschaftlichen Ausbaus. Wo dieser nicht erfolgt, werden die Kommunen im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms unterstützt.

Bei einem Gigabitgipfel, auf dem Privatwirtschaft, Bund und Länder aufeinandertreffen, rückte auch die kürzlich verabschiedete Gigabitstrategie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) naturgemäß in den Fokus. Ministerialdirektorin Gertrud Husch, Abteilungsleiterin Digitale Konnektivität im BMDV, bot den Gästen einen Überblick zur Strategie und betonte, dass man in Hessen bzgl. des Gigabitausbaus in der richtigen Richtung und Dynamik unterwegs sei. Der Einsatz von Fördermitteln für den Ausbau solle genau dort erfolgen, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht stattfindet.

Auch der Geschäftsführer der atene KOM, Tim Brauckmüller, verwies auf das Potenzial der Anreizwirkung der Bundesförderung: „Der Gigabitausbau geht stetig voran, eigenwirtschaftlicher und geförderter Ausbau sind aufeinander abzustimmen, um einen flächendeckenden Ausbau effektiv zu ermöglichen.“

Konsens fanden alle Beteiligten in dem Punkt, dass die Bedeutung einer flächendeckenden Verfügbarkeit inzwischen bei allen Akteuren angekommen ist und nun die konkrete, schnelle und effiziente Umsetzung des Gigabitausbaus im Vordergrund steht.

Patrick Burghardt, hessischer Digitalstaatssekretär, sprach in seinem Beitrag nochmal gesondert über die Rolle von OZG beim Ausbau der digitalen Netze. Er hob hervor, dass das künftige Breitbandportal ein gutes Beispiel für die Kommunikation zwischen Bund und Ländern sei. Durch die Vereinfachung der Antragsverfahren für Kommunen wie auch Wegebaulastträger soll ein Standortvorteil im Ausbau erreicht werden. Nach Fertigstellung sollen auch andere Bundesländer diese Leistung in Anspruch nehmen können.

Ein weiteres Highlight des Tages war dann auch die Live-Demonstration einer Antragstellung für ein Ausbauvorhaben im Rahmen des OZG-Verfahrens zum Breitbandausbau. Darüber wird das Antrags- und Genehmigungsverfahrens digital abgebildet und trägt so zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei.

Auch wurde noch auf das hessische Breitbandportal GigaMaP eingegangen. Als Grundlage für Planungsentscheidungen unterstützt das von der atene KOM entwickelte GIS-Modul regionale und lokale Planer dabei, mit Daten, Informationen und Analysen fundierte Entscheidungen zu treffen. Um Akteure zu unterstützen und im Umgang zu schulen, bietet das Land Hessen gemeinsam mit der atene KOM Akademie eine kostenfreie, breitgefächerte Weiterbildungsreihe an.

Die atene KOM bedankt sich für interessante Gespräche, lebhaften Austausch und interessierte Besucher:innen am Messestand und freut sich auf den nächsten Gigabitgipfel in 2023.

Weitere Impressionen des Gigabitgipfels: