© Logo „Den Bosch Data Week“

Wie können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ländlichen Regionen der Nordseeregion sowohl ihre eigenen als auch externe Daten nutzen, um Prozesse und Abläufe zu optimieren und letztlich Zeit und Kosten zu sparen?

Im Rahmen der „Den Bosch Data Week“ in den Niederlanden beschäftigten sich die insgesamt 11 Partner aus sechs Regionen des Interreg-Nordseeraum-Projektes „Futures by Design“ mit dieser Fragestellung. Die atene KOM ist gemeinsam mit dem schwedischen Alexandersoninstitutet für das Kommunikationsmanagement im Projekt zuständig und arbeitet darüber hinaus auch inhaltlich mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region Nordwestdeutschland zusammen. Unter anderem werden Horizon-Scanning and Knowledge Transfer-Hubs (HSKT-Hubs) als erste Anlaufstelle für die KMU eingerichtet, um sich über aktuelles Marktgeschehen, Trends, neue Technologien sowie Möglichkeiten der Nutzung von eigenen und externen Daten zu informieren. Dadurch soll sich letztlich ihre Innovationsfähigkeit und Produktivität steigern.

In sechs Projektregionen – Friesland (Niederlande), Groningen (Niederlande), Cambridgeshire (UK), Antwerpen (Belgien), Halland (Schweden), sowie dem Kreis Osterholz und umliegenden Landkreisen im Nordwesten Deutschlands – werden kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des Projektes dabei unterstützt, Daten zu analysieren, neue Lösungen zu identifizieren und zukunftsfähige, innovative Prozesse in ihren Unternehmen umzusetzen. Neben einem physischen HSKT-Hub in jeder Projektregion wird ein virtueller HSKT-Hub dabei als transnationale Plattform für den Wissenstransfer dienen.

Die diesjährige „Den Bosch Data Week“ bildete den idealen Rahmen, sich über den Fortschritt des Projektes „Futures by Design“ und das weitere Vorgehen in den kommenden zwei Jahren auszutauschen. Die Projektpartner trafen sich in den Räumlichkeiten der Universiteit Jheronimus Academy of Data Science (JADS), welche als Projektpartner die Methoden und Tools für die Zusammenarbeit mit den KMU entwickelt.

Den Auftakt der Projekt-Konferenz bildeten Erfahrungsberichte von verschiedenen Unternehmen aus den Niederlanden, welche bereits in der Vergangenheit positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Daten-Experten der JADS gemacht haben, um ihr Unternehmen zukunftsfähig auszurichten. In einem Online-Self-Assessment können KMU zunächst ihren Wissensstand hinsichtlich Datennutzung in Erfahrung bringen, um anschließend zusammen mit Studenten aus dem Bereich Data Science in kleinen Projekten zu erarbeiten, wie das KMU mittels Datenanalyse und -nutzung innovativer und produktiver werden kann. Beispielsweise konnte ein Bäckereibetrieb bereits durch die Auswertung und intelligente Nutzung von Wetterdaten seine Lagerwirtschaft optimieren und Kosten sparen.

Am zweiten Tag wurden weitere Praxisbeispiele vorgestellt und gemeinsam in der Projektpartnerschaft die Tools sowie das Konzept für „Futures by Design“ optimiert. Um die Verfügbarkeit und den Nutzen von Daten auf unterhaltsame Weise zu veranschaulichen, hatte die Universität für den Abend ein besonderes Event geplant. Für „Singing with Data“ wurden vorab – auf freiwilliger Basis – die Spotify-Konten der Besucher „genutzt“ und die Nutzerprofile analysiert. Anhand der Ergebnisse wurde eine eigens auf die Konzertbesucher zugeschnittene Playlist entwickelt. Da sich die JADS in einer ehemaligen Kirche befindet, bot die Kapelle das passende Ambiente für das Daten-Konzert. Die Lieder wurden jeweils abwechselnd von einem Klassik- und einem Pop-Chor vorgetragen und die Besucher hatten währenddessen die Möglichkeit, diese live per Smartphone anhand verschiedener Kriterien zu bewerten. Im Anschluss wurde das Abstimmungsergebnis jeweils analysiert mit dem verblüffenden Effekt, dass die vorab eingesammelten Nutzerdaten in vielen Fällen das Ergebnis vorhersehen konnten!

Nachdem in den vergangenen Monaten in „Futures by Design“ bereits die Herausforderungen, mit welchen die KMU in den Projektregionen konfrontiert sind, identifiziert wurden, werden erste Ergebnisse der aktuellen Pilotphase im Frühjahr 2020 vorliegen. Diese werden dann bei einem weiteren Partnertreffen in Cambridge vorgestellt.

Folgen Sie dem Projekt auf der offiziellen Webseite Futures by Design, um über die Arbeit der Partner auf dem Laufenden zu bleiben!