Vom 7. bis zum 9.03.2022 traf sich die Partnerschaft des Interreg North Sea Region-Projekts Futures By Design zu einer Hybridveranstaltung in Antwerpen, um sich über die bisherigen Projektergebnisse und die zukünftigen Aktivitäten in den einzelnen Regionen auszutauschen.

Gastgeber des halbjährlichen Treffens waren die belgischen Unternehmen Open Manufacturing Campus und BLENDERS, welche in der Region Flandern ansässig sind. Aus diesem Grund stand insbesondere die dortige Projektumsetzung mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Fokus und Stakeholder aus der Region berichteten, wie ihnen die Mitarbeit im Projekt dabei helfe, neue Möglichkeiten der Digitalisierung für ihre Unternehmen zu entdecken. Durch die im Rahmen des Projekts bereitgestellten Tools würden ihnen Chancen aufgezeigt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und neue, digitale Lösungen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Die Unternehmen wählen aus den verschiedenen Tools jeweils die für sie sinnvollen Tools aus und profitieren von der Anwendung selbiger, indem sie beispielsweise ihren Kontakt zu den Kund:innen verbessern, sich neue Zielgruppen erschließen oder Prozesse vereinfachen können. So hilft Futures By Design ihnen, zu innovieren und mit weniger Aufwand besseren Umsatz zu generieren. Arne Van Laer (Chamber of Commerce) und Geert Krekel (Freelance Projektmanager bei BLENDERS) präsentierten, wie Unternehmen von der Digitalisierung und der Analyse eigener und externer Daten profitieren können und gingen auch darauf ein, welche Fallstricke und Hemmnisse es zu vermeiden oder zu überwinden gilt, damit die Implementierung von Innovationen auch in kleineren Unternehmen erfolgreich gelingt.

 

 
Foto: Screenshot des Projektpartnertreffens, Präsentation „FBD project and potential cases in the Social Circular Economy“ von Geert Krekel, Freelance Projectmanager bei BLENDERS

Im weiteren Verlauf des Treffens berichteten die insgesamt 12 Projektpartner aus Schweden, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Belgien und Deutschland über den derzeitigen Stand ihrer Zusammenarbeit mit den jeweiligen KMU. Bis Ende Juni 2022 werden 180 Projekte erstellt sein. Die Projekte werden in den teilnehmenden KMU, basierend auf deren spezifischen Bedarfen und mit Begleitung durch die einzelnen Partner des Future by Design-Projektes umgesetzt. Es werden beispielsweise CRM-Systeme in den Unternehmen eingeführt oder Buchungssysteme in Anwendung gebracht, deren Bedeutung im Zuge der Entwicklungen der letzten zwei Jahre nun auch für kleine Unternehmen relevant geworden ist, die ihre Pflichten der Kontaktdatenerfassung sonst nur mit immensem Aufwand betreiben könnten. Weitere Inhalte der Projekte sind im Bereich einer besseren Sichtbarkeit in der Onlinewelt verortet: Durch Auswahl der zum Unternehmen passenden Kanäle in den sozialen Medien und die nachhaltige Nutzung dieser vermehrt mit Bewegtbild und gut ausgerichtetem Content, können bestehende Kundenbeziehungen gestärkt und neue Zielgruppen dazugewonnen werden.

Die in der Projektpartnerschaft entwickelten Tools spielen nach wie vor eine zentrale Rolle. Bereits in diesem Jahr ist ein Glossar der Datenterminologie für KMU mit wichtigen Begriffen wie Big Data, Clustering, Data Mining und Web Scraping eines Projektpartners veröffentlicht worden. Neben den Tools werden auch im Online-Hub https://futuresbydesign.net/ weitere Ressourcen für die KMU bereitgestellt, wie sogenannte „Horizon Scanning Paper“, die über zukunftsrelevante Themen wie IoT, digitale Währung, Drohnen und Virtual/Augmented Reality berichten.

Das Steering Committee Meeting bildete den Abschluss des Partnertreffens. Das nächste Partnertreffen ist für Ende Juni 2022 in Halland, Schweden geplant und wird vom Alexandersoninstitut, das gemeinsam mit der atene KOM im Rahmen von Futures By Design für das Kommunikationsmanagement zuständig ist, organisiert. Die Projektpartner hoffen darauf, sich alle gemeinsam zum ersten Mal seit Beginn der COVID-19-Pandemie vor Ort zu treffen, um die finalen Schritte des Projektes zu planen.