Wie digital ist die Verwaltung in Rheinland-Pfalz? Dieser Frage gehen Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft am 26. August auf der „Digitale Verwaltung Rheinland-Pfalz“ nach. Die atene KOM entwickelt für die Landesregierung derzeit das Daten-Informations-Portal. Geschäftsführer Tim Brauckmüller stellt es auf dem virtuellen Kongress des „Behörden Spiegel“ vor.

Die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung ist eine Mammut-Aufgabe. Die Landesregierung in Mainz hat deshalb eine eigene Strategie „Digitale Verwaltung Rheinland-Pfalz“ entwickelt. Auf dem gleichnamigen Online-Kongress des „Behörden Spiegel“ geht es zum einen um den Status quo: Wo steht das Land bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, durch das bis zum kommenden Jahr hunderte von Behördendienste für Bürger:innen online verfügbar sein müssen? Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Arbeitsweise und die Arbeitswelt in den Ämtern und Verwaltungen? Zum anderen geht es um Zukunftsfragen: Wie lässt sich der für die Digitalisierung notwendige Breitbandausbau sinnvoll steuern und umsetzen? Und: Welche Zerstörungen hat die verheerende Flut im Juli dieses Jahres auch bei der digitalen Infrastruktur hinterlassen? Wie lassen sich die Schäden erfassen und möglichst schnell beseitigen?

Vor allem zur Beantwortung der Infrastrukturfragen kann das im Aufbau befindliche Daten-Informations-Portal Rheinland-Pfalz (DIP RLP) einen wichtigen Beitrag leisten. Das Geoinformations-Werkzeug wird derzeit bei der atene KOM entwickelt. Geschäftsführer Tim Brauckmüller stellt es im Rahmen des Fachforums Infrastruktur II ab 14 Uhr vor.

Aktuelle Luftbilder zeigen Ausmaß der Zerstörung nach der Flut

Das DIP zeigt auf Grundlage von georeferenzierten Karten den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in Rheinland-Pfalz, aktuelle Netzdetailplanungen und bestehende Infrastrukturen. So lassen sich für die Verantwortlichen in den Verwaltungen Synergien verschiedenster Planungsebenen schaffen: Der Breibandausbau als Grundlage der digitalen Transformation wird effizienter und zielgerichteter. Grundlegende Indikatoren sind sozioökonomische Treiber wie Bevölkerung, Verkehr, Wirtschaft oder Topografie. Ein integriertes Monitoring macht es möglich Daten übergeordnet und schnell auszuwerten. Wie hilfreich ein digitales Werkzeug wie das DIP darüber hinaus sein kann, zeigt sich in der aktuellen Situation nach der Flut-Katastrophe, die Mitte Juli viele Menschenleben gekostet und große Zerstörung von Straßen, Schienen, Versorgungsleitungen und anderer Infrastruktur verursacht hat. Mithilfe von aktuellen Luftbildern lässt sich das Ausmaß der Katastrophe in den Flutgebieten detailliert darstellen. Geoinformationen sind die Grundlage für vielfältige Planungsprozesse im Breitbandausbau, bei der Infrastrukturentwicklung, für intelligente Mobilitätsangebote und vieles andere mehr.

Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich hier: https://www.dv-rlp.de/