Auch für das Projekt GrowIn 4.0 aus der Interreg Nordseeregion (NSR) finden die Meetings aktuell nur virtuell statt. So traf sich die internationale Partnerschaft vom 20. bis 23. Januar 2021 zur Vorstellung der im Rahmen des Projekts entwickelten und getesteten Tools und Methoden. Ziel war es, die Ergebnisse auszuwählen, die nach Projektende für die Unterstützung von KMU auf dem Weg zur Digitalisierung zur Verfügung stehen sollen.

In der Nordseeregion ist die verarbeitende Industrie von großer Bedeutung, um die regionale Entwicklung voranzutreiben. Viele Unternehmen digitalisieren daher ihre Produktionsabläufe (Industrie 4.0), damit sie im Strukturwandel weiter Schritt halten können. Aus diesem Grund besteht ein großer Bedarf an erfahrungsbasierten, intelligenten und effizienten Methoden, um die KMU auf ihrem Weg zur Industrie 4.0 zu unterstützen. Hier setzt das Projekt GrowIn 4.0 an, indem Ansätze zur Vermittlung von digitalem Know-how identifiziert werden. Durch Bündelung von Wissen über die Fertigungsindustrie und die Industrie 4.0, sollen innovative Methoden, Tools und Konzepte entwickelt werden. Dank dieser engen Zusammenarbeit mit den KMU vor Ort, profitieren diese von neu gewonnenen Kompetenzen und Lösungsansätzen auf ihrem Weg in die digitale Transformation.

Im Rahmen des Projekts wurden bereits verschiedene Tools entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Zu den Werkzeugen, die sich auch nach Projektende im Alltag für die KMU bewähren sollen und bei deren Entwicklung die atene KOM unterstützte, gehören unter anderem „Human Resources Management (HRM) Industry 4.0“ und „Industry 4.0 Return on Investment (ROI)”.

Das Tool „Human Resources Management (HRM) Industry 4.0“ zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Industrie 4.0-Bereitschaft von KMU in Bezug auf den Personalbereich zu geben. Es hilft, dabei zu ermitteln, über welche Kompetenzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen in Bezug auf Industrie 4.0 verfügen sowie welche Lücken im Bezug auf die Digitalisierung geschlossen bzw. welche Fähigkeiten ausgebaut werden müssen.

Das „Industry 4.0 Return on Investment“ ROI-Tool unterstützt Unternehmen, die mit dem Konzept Industrie 4.0 noch nicht vertraut sind, in der Darstellung möglicher finanzieller Auswirkungen, die der Schritt in die digitale Transformation mit sich bringt. KMU können das online zugängliche Tool befragen und erhalten im Gegenzug einen detaillierten Bericht mit grafischen Darstellungen zur Kapitalrentabilität, Nutzen-Kosten-Verhältnis und Rückzahlungsperioden ihres Unternehmens. In das ROI-Tool sind reale Beispiele für vordefinierte häufige Probleme integriert, mit denen KMU auf dem Weg in die Industrie 4.0 konfrontiert sind und zeigt dazu Lösungsansätze auf.

Die aktuelle Liste der verfügbaren Tools und Methoden, die im Rahmen von GrowIn 4.0 entwickelt und getestet wurden, finden Sie auf der Interreg NSR-Projektseite. Zudem sind weitere Tools und Methoden in Planung. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also.

Hintergrund

Viele KMU befinden sich in einem Transformationsprozess, indem Produktionsabläufe digitalisiert werden (Industrie 4.0). Ziel des Interreg NSR-Projekts GrowIn 4.0 ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Auswahl und Implementierung von Industrie 4.0 Technologien sowie den Wissenstransfer und die Strategieentwicklung bei der Umsetzung digitaler Prozesse in KMU zu unterstützen.

Die atene KOM unterstützt die Partnerschaft bei der Identifizierung von Instrumenten und Methoden zur Förderung von KMU sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Strategien aus dem Bereich Industrie 4.0 in der Fertigungsindustrie. Weiterhin ist sie verantwortlich für das Arbeitspaket zur Qualifizierung und Fachkräftegewinnung.

Weitere Informationen zu GrowIn 4.0 finden Sie auch auf der Projekt-Website: www.northsearegion.eu/growin4