Europa

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, mit einer intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wirtschaft ein hohes Maß an Beschäftigung, Produktivität und sozialem Zusammenhalt in Europa zu schaffen. Dies spiegelt sich u. a. in der Europa 2020 Strategie und in den Europäischen Innovationspartnerschaften. Mit ihren transnationalen Förderprogrammen unterstützt die EU die Entwicklung in den Regionen und schafft zahlreiche europäische Kooperationsräume.

Die atene KOM GmbH verfügt in diesem Zusammenhang über ein weitreichendes Netzwerk europäischer Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, das wir Ihnen gerne für Ihre transnationalen Vorhaben zur Verfügung stellen können. Bei der Partnersuche unterstützen wir Sie mit Online-Anwendungen, Fragebögen zur Interessenevaluation und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz in den unterschiedlichsten Prozessen des Projektmanagements.

Projekte dienen der Zukunftsorientierung und der Problemlösung im Rahmen der oben genannten europäischen Gesamtzielsetzung. Sie sind klar definierte und zeitlich begrenzte Aufgaben mit einem eindeutigen Ziel. Eine klare Kommunikation und die Lösung komplexer Fragestellungen gehen hierbei oftmals einher mit einem hohen fachlichen Wissen und aufwendiger Verwaltung. Die Mitarbeiter der atene KOM GmbH haben es sich zur Aufgabe gemacht, die europäische Projektarbeit zu professionalisieren. Dabei begleiten wir Sie von der Projektentwicklung über die Projektsteuerung sowie dem Projektmarketing, bis zur administrativen Unterstützung – ein umfassendes Paket also, das Ihnen hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die Europa 2020 Strategie

„Europa 2020“ ist die Wachstumsstrategie der EU für das kommende Jahrzehnt. In einer Welt, die sich immer weiter entwickelt, wünschen wir uns eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft für Europa.
Diese drei Prioritäten, die sich gegenseitig verstärken, sollen der EU und den Mitgliedstaaten helfen, ein hohes Maß an Beschäftigung, Produktivität und sozialem Zusammenhalt zu erreichen.
Dieser Wunsch findet seinen konkreten Ausdruck in den ehrgeizigen Zielen, die die Kommission in den fünf Bereichen Beschäftigung, Innovation, Bildung, soziale Integration und Klima/Energie bis 2020 verwirklicht sehen will.

Die fünf EU-Kernziele für das Jahr 2020:

1. Beschäftigung

  • 75% der 20- bis 64-Jährigen sollen in Arbeit stehen.


2. FuE und Innovation

  • 3% des BIP der EU sollen für FuE und Innovation aufgewendet werden (öffentliche und private Investitionen).


3. Klimawandel und Energie

  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um 20% (oder sogar um 30%, sofern die Voraussetzungen hierfür gegeben sind) gegenüber 1990;
  • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20%;
  • Steigerung der Energieeffizienz um 20%.


4. Bildung

  • Verringerung der Schulabbrecherquote auf unter 10%;
  • Steigerung des Anteils der 30- bis 34-Jährigen mit abgeschlossener Hochschulbildung auf mindestens 40%.


5. Armut und soziale Ausgrenzung

  • Die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen oder bedrohten Menschen soll um mindestens 20 Millionen gesenkt werden.
Europäische Innovationspartnerschaften (EIP)

Europäische Innovationspartnerschaften (EIP) wurden im Rahmen der Leitinitiative „Innovationsunion“ der Europa 2020 – Strategie für intelligentes, integratives und nachhaltiges Wachstum eingeführt. EIP sind auf höchster politischer Ebene verankert und sollen auf die gesamte Forschungs- und Innovationskette einwirken, indem die Beteiligten sich zu angebots- und nachfrageseitige Maßnahmen in allen Wirtschaftszweigen und im gesamten Innovationssystem verpflichten.

Was sind EIP?

„Europäische Innovationspartnerschaften“ sind kein neues Förderprogramm oder -instrument. Sie sind vielmehr eine Plattform für Innovation, die öffentliche und private Akteure in der Netzwerkbildung unterstützt. Jedes Netzwerk ist dazu aufgefordert, strategische Umsetzungspläne zu entwickeln, in denen die sogenannten Aktionsgruppen ein wichtiger Bestandteil sind. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich zweimal jährlich Aufrufe zur Interessenbekundung veröffentlichen, in deren Rahmen sich interessierte Organisationen für die Mitwirkung in Aktionsgruppen bewerben können. Die EIP verfügen über keine EU-Fördermittel, sie können daher Vorhaben nicht finanziell unterstützen. Die Mitglieder der Aktionsgruppen können sich jedoch an den Ausschreibungen innerhalb einzelner Förderprogramme wie HORIZONT 2020, den Strukturfonds oder nationalen Förderprogrammen beteiligen.

Welche Ziele verfolgen EIP?

EIP sind auf spezifische Herausforderung ausgerichtet, mit Schwerpunkt auf gesellschaftlichen Nutzen und eine rasche Modernisierung der damit verbundenen Branchen und Märkte. EIP handeln über die gesamte Forschungs-und Innovationskette, indem sie alle relevanten Akteure auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zusammenführen. Dabei werden folgende Ziele verfolgt:

  • Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit
  • Koordinierung von Investitionen in die Demonstrations- und Pilotprojekte
  • frühzeitige Ermittlung und beschleunigte Umsetzung von möglicherweise erforderlicher Regulierung und Normung
  • Mobilisierung der Nachfrage, insbesondere durch eine besser koordinierte öffentliche Beschaffung, um dafür zu sorgen, dass wichtige Neuerungen rasch auf den Markt kommen
  • Vereinfachung und Abstimmung bestehender europäischer Instrumente und Initiativen sowie Etablierung neuer Maßnahmen

Die EIP sind Strukturen, die der Bündelung von Know-how und Ressourcen dienen. Ziel ist vor allem die bessere Nutzung bestehender Koordinierungsinstrumente wie „Gemeinsame Technologieinitiativen (JTI – Joint Technology Initiatives), Euroäische Technologieplattformen (ETP – European Technology Platforms), Gemeinsame Programminitiativen (JPI – Joint Programming Initiatives), Europäisches Institut für Innovation und Technologie / Wissens- und Innovationsgemeinschaften (EIT/KIC – European Institute of Innovation and Technology / Knowledge Innovation Communities) sowie die Abstimmung der EU-Förderung durch HORIZONT 2020, die Europäische Investitionsbank und die Strukturfonds.

Wie funktionieren die EIP?

Die Verantwortlichen der EIP behalten das gesamte Forschungs- und Innovationssystem der EU im Blick und geben Empfehlungen zu Strategischen Programmen und Arbeitsprogrammen von HORIZONT 2020. Jede Partnerschaft wird von einem Lenkungsausschuss (Steering Group) geleitet, der aus einer begrenzten Anzahl hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten (Minister/innen, Abgeordnete, Industrielle, Wissenschaftler/innen und andere Interessensvertreter) besteht. Den Vorsitz des Lenkungsausschusses übernehmen ein oder zwei EU-Kommissar/innen. Der Ausschuss wird von Arbeitsgruppen (Sherpa Groups) unterstützt, die sich aus Expertinnen und Experten des öffentlichen und privaten Sektors zusammensetzen. Ein Sekretariat, das die Kommission bereitstellt, unterstützt die Arbeit der EIP. In einem mehrjährigen strategischen Arbeitsplan (Strategic Implementation Plan – SIP) sollen konkrete Ziele, Verantwortlichkeiten und Meilensteine auf dem Weg zum Erfolg festgelegt werden.

Bestehende EIP

EIP werden nur in solchen Bereichen etabliert, in denen staatliche Eingriffe eindeutig gerechtfertigt sind und die Bündelung von EU-, nationalen und regionalen Aktivitäten in Forschung und Entwicklung zu einer schnelleren und effizienteren Zielerreichung führt. Zur Zeit gibt es fünf EIP:

  • Aktives und Gesundes Altern (Active and Healthy Aging – EIP-AHA)
  • Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (Agricultural Productivity and Sustainability – EIP-AGRI)
  • Smarte Städte und Gemeinschaften (Smart Cities and Communities – EIP-SCC)
  • Wasser (EIP-Water)
  • Rohstoffe (Raw Materials – EIP-RARE)

EIP-AHA (zur Website)

Als politische Ziel hat sich die Innovationspartnerschaft „Aktives und Gesundes Altern“ gesetzt, bis zum Jahr 2020 den europäischen Bürgern ein längeres Leben in Unabhängigkeit und in guter Gesundheit zu ermöglichen und die durchschnittliche Zahl der gesunden Lebensjahre um 2 zu erhöhen („two more healthy life years“). Des Weiteren sollen Nachhaltigkeit und Effizienz der Sozialfürsorge- und Gesundheitsversorgungssysteme verbessert werden. Durch die Förderung innovativer Produkte und Dienstleistungen können sich außerdem neue Geschäftschancen und –felder für europäische Unternehmen eröffnen. In der EIP-AHA sollen insbesondere Beteiligte aus den Bereichen Pflege, Prävention, Gesundheitswirtschaft mit Vertretern der öffentlichen Hand (Sozialfürsorge-, Rentensysteme) und Unternehmen aus dem IKT- und Dienstleistungssektor zusammengebracht werden. Kontakt

EIP-AGRI (zur Website)

Die EIP-AGRI betrachtet die gesamte Produktionskette, vom Produzenten über den Verarbeiter bis hin zum Endverbraucher, damit genügend Nahrungsmittel und Energieträger zur Verfügung gestellt werden können. Als die zwei Hauptziele sind für die EIP landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit identifiziert worden: Zum einen die Steigerung der Produktivität und der Effizienz des landwirtschaftlichen Sektors (Umkehr des Trends der nicht mehr ausreichend steigenden Produktivität bis 2020, zum anderen die Steigerung der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft (Sicherung der Ökosystemfunktionen des Bodens auf einem zufrieden stellenden Niveau bis 2020.
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EIP-SCC (zur Website)

Mit der Europäischen Innovationspartnerschaft für Intelligente Städte und Gemeinschaften („Smart Cities and Communities“ – SCC) möchte die Europäische Kommission die Entwicklung und Implementierung intelligenter städtischer Technologien vorantreiben. Die EIP-SCC widmet sich vorrangig drei Bereichen: städtischer Verkehr und Mobilität, städtische Energieerzeugung und -nutzung und städtische Informations- und Kommunikationstechnologien.
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EIP-Water (zur Website)

Die EIP Water führt verschiedene Stakeholder aus dem Sektor Wasser zusammen, um innovative Entwicklungen für die globalen Herausforderungen im Bereich Wasser zu fördern und Vermarktungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb Europas für diese zu schaffen. Schwerpunktthemen dabei sind:

  • Wiederverwendung und Recycling von Wasser,
  • Wasser- und Abwasserbehandlung, Aufdecken von Ressourcen
  • Wasser-Energie Nexus
  • Risikomanagement für Flut und Dürre
  • Dienstleistungen im Bereich Ökosysteme

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EIP-RARE

Beim Thema Rohstoffe ist das erklärte Ziel der Kommission, gemeinsam mit Unternehmen und Wissenschaftlern die Erkundung, Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen in der EU zu fördern und Europas Versorgung mit Rohstoffen langfristig zu sichern. Zu den Maßnahmen, die die EIP fordert, zählen unter anderem die Förderung von Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein Verbot der Deponierung und Verbrennung recycelbarer Abfälle.
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Wie kann ich teilnehmen? Wie können EIP für mich nützlich sein?

Die Kommission versucht, einen möglichst breiten Teilnehmerkreis zu motivieren und einzubinden. Die Teilnahme an den Aktionsgruppen steht grundsätzlich allen relevanten Akteuren offen und die regelmäßige Einbindung neuer Mitglieder wird angestrebt. Interessierte Akteure aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation können im Rahmen öffentlicher Aufrufe ihr Interesse für ein Engagement in Aktionsgruppen bekunden. Die EU-Kommission wird dazu voraussichtlich zweimal jährlich entsprechende Calls veröffentlichen. Da sich die EIP laufend weiter entwickeln, existieren neben diesen Gruppen weitere Initiativen, die einem größeren Teilnehmerkreis offen stehen. Dazu zählt neben jährlich durchgeführten Treffen der EIP (z. B. Partner Conference) ein sogenannter „Marktplatz“. eine Online Informations- und Vernetzungsplattform zum Ideenaustausch.